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Mahsa Amini

Lassen wir uns ermutigen!

Es waren viele gestern. Entlang wichtiger Verkehradern der Innenstadt von Dresden hallten zwischen den Häuserzeilen der Gründerzeit Parolen gegen die Diktatur für die Freiheit.

Es waren viele gestern. Entlang wichtiger Verkehradern der Innenstadt von Dresden hallten zwischen den Häuserzeilen der Gründerzeit Parolen gegen die Diktatur für die Freiheit.

Abschluss am Dresdner Hauptbahnhof; eine Frau hält den Slogan aus Syrien im Kampf gegen ISIS/ DAESH hoch.

Abschluss am Dresdner Hauptbahnhof; eine Frau hält den Slogan aus Syrien im Kampf gegen ISIS/ DAESH hoch.

Der Tod von Mahsa Amini hat Schweigen und Routinen im Iran gebrochen. Auf der Demonstration gestern erzählt der gut 30jährige Kurde M., dass er, als er noch im Iran demonstrierte, diesen Mut den jugendlichen Iranern nicht zugetraut hätte - jetzt ist er beschämt, was sie riskieren. Auch die Iraner, die in Deutschland demonstrieren, riskieren alle mehr als wir; der Geheimdienst geht überall mit. Gehen wir mit! Lassen wir uns von diesem Mut anstecken!

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"Ich suche nach GOtt.

Können Sie vielleicht was beisteuern?"

"Wissen Sie - Gott. Was ist schon suchen? Wie kann man einen liebevollen Überraschungsspezialisten mit Witz konkreter beschreiben?"
"Das wollen wir auch gar nicht."
"Gut. Das führt zur Hölle. Zur Vereindeutligung, liegt mir jetzt auf der Zunge, aber ich kann mich züngeln. schlaumeierische Doppelzüngigkeit ist eine ekelhafte Variante von l´art pour l´art."
"Zurück zum Überraschungsspezialisten!"
"Gerne! Läßt sich Überraschung suchen? Kann man das wollen, wenn man überrascht werden will."
"Nimmt man sie entgegen - wie ein amazon-Paket, dass man geordert hat? Sicher nicht. Kommt sie vorbei? Gilt das Überwältigungsverbot (das ist so eine pädagogische Kategorie, wissen Sie)?
"Ich hoffe nicht. Da fängt für mich der Spaß erst an, der Witz, da springe ich an."
"Also Antennen ausfahren, mitkriegen?"
"Dafür muss man eine Nase haben, wie für alles Schicksalhafte - ooooooh Fortuna! Nee, stop! schon lauert die andere Hölle, die Gott nicht für denkbar hält; das ist die fraglose Frommenhölle. Wenn Sie mich fragen: Irritationen sind die Katalysatoren der Gottesebenbildlichkeit, the possible impossibility."
"Kommen Sie, wir gehen!"
"Wir können nicht."
"Warum nicht?"
"Wir warten auf GOdot."

 

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Bitte mal Klagen in Tanzen verwandeln!

Tod täglich überwinden

gefunden

gefunden

In manchen Zeiten und Orten jammern Menschen viel und vorzugsweise über Funktionsträger. Könnten wir Skandalen der Macht auch ihren tödlichen touch nehmen, indem wir sie als "Aufforderung zum Tanz" verstehen á la "Nee Leute, I do it my way/ we do it our way - LET´S DOOOOO IT!"? Könnten uns IranerInnen ermutigen, die immer wieder aufstehen und Gesicht zeigen wie jetzt nach dem Tod von Mahsa Amini (der Guardian berichtet dazu komplexer als manch deutsche Medien)?!

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Brotzeit

unser täglich Brot gib uns ...!

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sprechen, nicht entsprechen - Einblicke in Workshops/ 3

Verständigung - wie im Theater von Epidauros

Epidauros Theater in Natur gebettet, Bühne 190 Grad. Photo md

Epidauros Theater in Natur gebettet, Bühne 190 Grad. Photo md

Ein Teilnehmer erinnert sich:

 

Sehr geehrte Frau Degkwitz,

Meine Liste an wiederkehrenden Hinweisen aus dem Sprechtraining sieht folgendermaßen aus:

1.     Spüre deinen Körper von Kopf bis Fuß, durch die Wirbelsäule und den Hintern hindurch, spüre jede Bewegung, die er beim Sprechen macht.

2.     Sprich nicht wie die Römer mit einem Publikum von 180°, stell dir vor es sei wie bei den Griechen im Umfang von 190° und öffne dich dem mehr.

3.     Sprich mit dem Publikum, nicht an ihm vorbei.

4.     Nutze den Raum und die Bühne, nimm sie in die Performance mit auf.

5.     Mach dir den Text, die Worte, die Konsonanten zu Leckerbissen und genieß sie.

6.     Geradestehen, wie an einer Schnur aufgehängt, aber die Schultern hängen lassen.

7.     Nicht mit den Händen wild gestikulieren oder herumfummeln, einfach hängen lassen.

8.     Wichtig ist Spaß zu haben.

9.     Nicht nervös umher tigern, außer es passt zur Performance.

10.  Nochmal.

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sprechen, nicht entsprechen - Einblicke in Workshops/ 2

Fokus - Raum&Richtung

Unser Körper ist ein (Resonanz)Raum - je weiter, desto mehr Möglichkeiten. Mit genußvoller Artikulation von einem schönen Text für ein oder mehrere Gegenüber geben wir ihm beim Sprechen eine Richtung. Das nennen wir Fokus.

Ein Workshopteilnehmer notiert:

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sprechen, nicht entsprechen - Einblicke in Workshops/ 1

Haltung - Im Ei den adler fliegen sehen

Um Menschen zu ihrem eigenen Ausdruck zu ermutigen, müssen wir einen Blick für sie haben - wie der Maler, der im Ei den Adler fliegen sieht. So läßt sich die Beziehung zwischen TrainerIn und Menschen beim Training, Mentor und Mentee, hoffentlich Lehrer- und SchülerInnen, jedenfalls Meister- und SchülerInnen beschreiben.

Magrit bearbeitet

Magrit bearbeitet

In unseren Workshops wird deutlich, dass solche Offenheit physisch geübt werden kann. Das nennen wir Haltung.

Hier hat ein Mensch im Training die für ihn entscheidenden Impulse notiert.

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mediopassiv?

ein Hashtag unter die Lupe genommen

Wir verwenden bei unserer Arbeit und hier im Blog immer wieder den Ausdruck „mediopassiv“. Wir arbeiten viel mit diesem Begriff – für uns beschriebt er eine Haltung, die prägend für Profil durch Sprache ist. Haben Sie einen Moment Zeit?

 

Mediopassiv“ bezeichnet rein terminologisch eine sprachliche Erscheinungsform, die wir in Westeuropa nicht haben. Hartmut Rosa hat die Idee des Mediopassiv als Haltung in der Soziologie salonfähig gemacht. Sein Artikel „Ohnmacht? Was muss sich ändern?“ in der ZEIT vom 11. Juli 2019 können wir sie verfolgen:

 

Vielleicht ist es das Verhängnis der Moderne, dass ihre bisher vorherr­schenden Sprachen – Englisch, Französisch, Spanisch, Deutsch – nur zwei Genera Verbi, nämlich ein Aktiv und ein Passiv: Man ist entweder Ausübender oder Erleidender, Sender oder Empfänger einer Handlung. In anderen Sprachen, etwa im Altgriechischen oder auch im Sanskrit, gibt es dagegen eine dritte Form, ein Medium (manchmal auch Neutrum), welches eine Beziehung und ein Geschehen beschreibt, in dem sich Dinge ereignen, ohne Täter und Opfer zu produzieren. Dabei geht es um eine Beteiligungohne Souveränität. In der Philosophie hat man dafür behelfsweise den Begriff `mediopassiv´ gefunden, man könnte aber mit dem gleichen Recht von `medioaktiv´ reden. Es schneit; es begab sich; so geschah es, dass – in solchen Formulierungen blitzt die Ahnung eines Mediopassivs noch auf: Wer schneit? Wer begibt sich? Worauf ich hinauswill, ist die Frage, ob und wie sich ein Natur-, ein Geschichts-, ein Sozial-, ein Selbst- und ein Weltverhältnis im Mediopassiv denken ließe, das den Fallen des Souveränitätsparadigmas entginge.“

 

Mediopassiv als Haltung wäre eine enorme Entlastung; wir können darauf verzichten, gewinnen zu müssen, der ewige Macher zu sein:

 

An die Stelle der Haltung des Beherrschens und Nutzens träte eine Haltung des Hörens und Antwortens, die eben nicht meint: Höre auf die Natur und folge ihr, sondern die auf eine eigenständige Antwort auf das Gehörte vertraut.“

 

Und wie ginge `mediopassiv´ sprachlich, politisch?

 

Politisch zu handeln heißt gegenwärtig, seine Interessen zu formulieren, für die zu kämpfen und sie gegenüber dem politischen Gegner, so gut es geht, durchzusetzen. Ein solchen Politikverständnis hat sich auf der Rechten im Anschluss an Carl Schmitts fatale Freund/ Feind-Unterscheidung und auf der linken in der Nachfolge nicht nur von Klassenkampfpositionen verfestigt. `das Poltische´ erscheint aus beiden Positionen als Ort des unversöhnlichen Kampfes, in dem man sich entweder als Täter durchsetzt oder aber als Opfer sehen muss, wo man bleibt. Bestenfalls versucht man, Kompromisse zu schmieden.

Demgegenüber sähe ein mediopassives Verhältnis zwischen Bürgerinnen und Bürgern so aus, dass sie sich ale Wesen begegnen, die einander etwas zu sagen haben, die sich vom Anderen erreichen lassen und selbstwirksam zu antworten vermögen, und zwar so, dass sich alle dabei verwandeln. Eine solche Konzeption politischer Gemeinwesen setzt darauf, dass im Zusammen-Handeln: die Bereitschaft, sich berühren und verwandeln zu lassen, und das ist etwas ganz anderen als die Fähigkeit, Kompromisse zu schmieden.“

 

Wir haben in unseren Trainings gute Erfahrungen damit gemacht – für Erwachsene eine enorme Entlastung, für Jugendliche eine kolossale Ermutigung, Kommunikation kooperativ, nicht kompetitiv zu praktizieren. Probieren Sie´s! Wir unterstützenSie gerne.

 

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Morgenpost in Morgensonne

Sonne postwendend aufgreifen

Wonnevolle Weltbeziehung steigert Lebensqualität - zentrale These des Soziologen Hartmut Rosa. Das weiß eigentlich jede(r), aber wer lebt das schon oder arbeitet damit? Heute früh um sechs am Schreibtisch: Sonneneinfall.

Sonneneinfall am Schreibtisch

Sonneneinfall am Schreibtisch

Wir sind so dermaßen auf Vermehrung externer und gegenständlicher Ressourcen und Optionen geeicht, dass uns die eigenen und die der Schöpfung schnell entgehen. Angefangen beim Atmen und Sprechen. Hartmut Rosa: "In der Art und Weise, wie wir atmen und wie wir uns und die eingeatmete Welt dabei empfinden, zeigen sich höchst aifschlußreiche Unterschiede in der Qualität unserer jeweiligen Weltbeziehung," schreibt ein Soziologe (! kein Esoteriker). "Insbesondere die Sprache gibt darüber höchst präzisen Aufschluß." (Rosa: Resonanz 2020, S. 93)

Also: Sonne postwendend aufgreifen! Ob sie sich in meiner Morgenpost wiederfand?

Pause bei Rose und Wein

Pause bei Rose und Wein

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Man muss ...

alles mögliche. Aber:

Prost!

Prost!

mal kurz aussteigen, weniger Mache, partizipieren lassen, coole Kombi: nein&Wein, zurücklehnen, Genuss bei der Arbeit integrieren, weinen, sharing is everything, kooperieren ...

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